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Delfinarien » Allwetterzoo in Münster kündigt Schließung des Delfinariums an
04Sep

Allwetterzoo in Münster kündigt Schließung des Delfinariums an

Ein großer Erfolg der Delfinschützer Jürgen Ortmüller und Andreas Morlok

Nachdem Jürgen Ortmüller vom Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) Mängel im Delfinarium des Allwetterzoos Münster aufgedeckt hat, kapituliert nun endlich die Zoo-Leitung und kündigt die Schließung der Anlage bis Ende 2012 „aus wirtschaftlichen Gründen“ an.

Auf Intervention des WDSF ist im letzten Jahr noch ein neues Hallendach wegen mangelhafter Lichtverhältnisse installiert worden. Das zu kleine Vorführbecken stand weiterhin in der Kritik der Tierschützer.

Der Oscar prämierte Film von Ric O’Barry „Die Bucht“ kochte das Thema der Delfinarien erneut hoch. „Kaufen Sie keine Eintrittskarten für Delfinarien“ so die Botschaft. WDSF und die Organisation ProWal protestierten in Münster mehrfach gegen die Delfinhaltung. Die Befragung einer Zeitung in Münster ergab, dass sich 90 % der Beteiligten gegen das Delfinarium aussprachen. Unterstützt wurde das WDSF von unseren MdB’s Bärbel Höhn und Undine Kurth, die sich seit langem schon gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft aussprechen und die Schließung solcher Einrichtungen fordern. CDU und FDP ignorierten die WDSFForderungen und sperrten sich gegen die Schließung, SPD forderte lediglich bessere Haltungsbedingungen.

Die angekündigte Schließung des Münsteraner Delfinariums reicht den Delfinschützern jedoch nicht aus. Diese stellen die Frage nach dem Verbleib der Meeressäuger und haben dem Zoo ihre Unterstützung angeboten. Jürgen Ortmüller bedankte sich beim Leiter des Zoos für die Einsicht und insbesondere bei der Münsteraner Bevölkerung für die Unterstützung seiner Forderung.

„Der Allwetter-Zoo trägt nun eine besondere Verantwortung. Jahrzehntelang hat der Zoo hohe Einnahmen durch die Zurschaustellung der Delfine verbuchen können. Diese tollen Tieren einfach in ein anderes Delfinarium abzuschieben, würde dem Zoo und der Stadt Münster keine Sympathien einbringen. Eine Auswilderung scheidet aus, weil sie sich selbst nicht mehr ernähren können und das den sicheren Tod bedeuten würde.“ so Andreas Morlok von ProWal.

Für Tierquälereien darf in unserer Gesellschaft kein Platz sein, daher unterstützen wir Grüne weiterhin die Delfinschützer Jürgen Ortmüller und Andreas Morlok bei ihren weiteren Kampagnen. Für die Münsteraner Delfine wünschen wir uns so sehr, dass sie in einem Freiluftgehege ihr Gnadenbrot bekommen. Wir werden, gemeinsam mit den Delfinschützern, den Verbleib der Delfine verfolgen.

Eure
Sarah Bähner
Sprecherin der LAG
0163 8340278

Verfasst am 04.09.2011 um 23:11 Uhr von .
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