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Wildtierbörsen / Artenschutz

 

 

05Nov

Veranstaltung und Filmvorführung des spannenden und mehrfach ausgezeichneten Films „Sharkwater“ – Wenn Haie sterben – von und mit Regisseur Rob Stewart

Pressemitteilung, Bergisch Gladbach, 27. Oktober 2012

Auf Initiative von Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Rhein-Berg und Ortsverband Bergisch Gladbach, wurde am vergangenen Samstag der  mehrfach ausgezeichnete Film „Sharkwater von und mit dem Fotografen, Taucher und passionierten Haikenner Rob Stewart im neu eröffneten Amphitheater-Kino in Bergisch Gladbach/Bensberg aufgeführt.

Zu den rund 140 geladenen Gästen gehörten u. a. Gerhard Wegner, Autor und  Präsident des Sharkproject International,  der die Gäste über Finning aufklärte, Ralf Kiefner, bekannter Unterwasserfilmer und Produzent von Dokumentarfilmen und Andrea Ramalho, Kamerafrau und Biologin.

Sharkproject International bemühen sich seit Jahren in Zusammenarbeit mit Rob Steward und Paul Watson, die illegalen Machenschaften der Fischereiindustrie aufzudecken und zu unterbinden.

Durch das Programm führte Sarah Bähner, Vorsitzende des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen Bergisch Gladbach und Sprecherin der LAG Mensch und Tier NRW.

In dem Aufsehen erregenden und mit Filmpreisen ausgezeichneten Film Sharkwater deckt Rob Stewart zusammen mit seinem Freund Paul Watson, weltbekannter Umweltschützer, auf, wie und im welchem Umfang weltweit Jagd auf Haie gemacht wird und wie diese tödliche Jagd u. a. zur Vernichtung des Ökosystems Meer führt.  Die Jagd auf Haie hat kommerzielle Gründe. Es sind in erster Linie die Flossen dieser herrlichen Meerestiere, die ihnen zum Verhängnis werden.

Bis zu 100 Millionen Haie werden jährlich aus Profitsucht getötet. Fischer schneiden den Haien die Flossen ab und schmeißen die Körper der noch lebenden Tieren zurück ins Meer. Diese Tiere sinken blutend und bewegungsuntauglich auf den Meeresboden und verenden erbärmlich. Diese brutale Art der der Tötung nennt man Finning.

Global sind täglich tausende von Fangbooten unterwegs, die den ständig wachsenden Bedarf an frischen Haifischflossen, hauptsächlich für den asiatischen Markt, decken. Ein Teller Haifischflossensuppe kostet zwischen 80 und 100 US-Dollar.

Deutschland gehört zwar nicht zu den Haifangnationen, aber Haiprodukte werden auch auf unserem Markt angeboten. Um den Verkauf anzukurbeln, werden von der Fischereiindustrie Phantasienahmen für Haifischfleisch benutzt wie z. B. Schillerlocke, Seeaal, Kalbsfisch, Seestör, Karbonadenfisch, Dornfisch, falsche Jakobsmuschel. Dem Verbraucher vorenthalten wird, dass das angebotene Haifischfleisch stark mit Quecksilber belastet ist.

Die Gäste waren von dem Film Sharkwater sehr angetan und es entstand nach der Vorführung mit den drei Experten eine rege Diskussion, die anschließend im Kinofoyer fortgeführt wurde. Man war entsetzt darüber, dass den kriminellen Machenschaften der Fischerei-Industrie nicht Einhalt geboten wird und die  Regierungen tatenlos diesem grausamen Treiben tatenlos zusehen. Unisono war man sich einig, dass hier dringend gehandelt werden muss.

 

 

 

04Sep

Klapperschlange auf einer Grünfläche in Köln gefunden!

In Köln-Niehl wurde am Dienstag eine hoch giftige ausgewachsene Klapperschlange gefunden. Das Tier lag zusammengerollt im Gras. Wie das Reptil dort hinkam, ist noch unbekannt. Vermutlich ist die Schlange ausgesetzt worden oder ausgebrochen, wie vor einigen Wochen die Monokel Kobra in Mülheim/Ruhr.

Dieser Vorfall bestätigt erneut, dass Reptilien nichts in Privathänden zu suchen haben.

Die regelmäßig stattfindenden Reptilienbörsen, wo für ein paar Euro diese wunderschönen Exoten vom „Wühltisch“ zu haben sind, sind nicht mehr zu verantworten. Immer ausgefallener, exotischer, gefährlicher und giftiger soll das Tier sein. Laut Bundesamt für Naturschutz steigen die Importzahlen exotischer Tiere rasant an. Die illegalen Importe solcher Tiere nicht mitgerechnet, denn durch die europäische Osterweiterung hat sich ein enormer illegaler Tierhandel entwickelt. Der illegale Tierhandel wird weltweit so professionell betrieben, wie der „Drogenschmuggel“. Schildkröten werden zu hunderten eng im Koffer verschnürt, Leguane und Vögel in enge Plastikröhren gepackt oder seltene Frösche in Trinkflaschen gequetscht. Nach Schätzungen des Amtes für Naturschutz werden pro Jahr ca. 38 Millionen Tiere im Werte von rund einer Milliarde Dollar alleine aus Brasilien hinausgeschmuggelt. Egal ob Wildfang oder Nachzucht, exotische Tiere über Tausende von km in Kisten „on Tour“ zu schicken, bedeutet immer extremes Tierleid und hohe Todesraten in Kauf nehmen. In Deutschland angekommen, erwartet die überlebenden Tiere das Schicksal in „Heimchendosen“ und Terrarien. Man nimmt hohe Verluste in Kauf und jeder, der sich ein exotisches Tier kauft, macht sich mitschuldig.

Des weiteren  kommt die Unwissenheit über die Tiere an Haltung, Lebensraum et. Dazu. Der Handel verschweigt gerne, dass der Haltung von Reptilien das „Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien“ vom Bundesverbraucherschutzministerium zu Grunde liegt. Viele Kunden würden sich vom Kauf abwenden, wüssten sie das z.B. für eine ausgewachsene 30 cm Bartagame ein 2,4 m langes Terrarium vorgeschrieben ist, für einen Brillenkaiman 24 m in der Länge incl. Wasserteil vorgeschrieben ist. Und das sind nur die Mindestanforderungen! Viele Käufer würden den Rücken kehren, wüssten sie, wie hoch die monatlichen Stromkosten für UV Lampen, Heizsteine uvm sind . Diese müssen Tag und Nacht in Einsatz sein.

Im Sinne des Arten- und Tierschutzes muss der Import und die Haltung von exotischen, oft auch gefährlichen Wildtieren durch Privatpersonen strengstens reglementiert werden. Deshalb wollen wir Grüne eine Positiv-Liste mit den Tierarten einführen, die genehmigungsfrei gehalten werden dürfen.

Eure
Sarah Bähner
Sprecherin der LAG
Tel.: 0163 8340278

23Jul

Die Exotenbörse – Tiere als Wühltischware

[vimeo]http://vimeo.com/28099271[/vimeo]Die Exotenbörse – Tiere als Wühltischware

Seit Jahren nimmt in Deutschland der Handel mit exotischen Wildtieren zu. Verkauft werden die empfindlichen Tiere nicht nur über Zoohandlungen, sondern auch übers Internet und bei so genannten Exotenbörsen. Dieser Film dokumentiert die tierschutzwidrigen Umstände bei der wohl größten und umstrittensten Exotenbörse Europas. In kleinen Plastikboxen, in denen sonst Essen am Imbiss verkauft wird, werden dort jedes Jahr mehr als zehntausend Wildtiere wie Wühltischware verramscht. Hilflos sind die empfindlichen Tiere der ungewohnten Geräusch- und Geruchskulisse, grellem Licht und Menschenmassen ausgeliefert. Mit dieser Dokumentation möchten animal public und das Deutsche Tierschutzbüro dazu beitragen, das stumme Leiden dieser Tiere öffentlich zu machen.

 

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